Drifting in the sunset

Surfequipment für Einsteiger

Surfen hat es geschafft! 2020 wird die Funsportart zum ersten Mal olympisch. Auch wenn nicht alle Surfer die Idee toll finden, da sie ihren Sport nicht kommerziell ausgenutzt erleben möchten, so werden doch die besten Surfer der Welt an dem Event in Japan teilnehmen. Dabei wird sich bei Olympia lediglich in einer Disziplin gemessen: Shortboard. Gesurft wird nahe der Großstadt Chiba, die circa eine Stunde außerhalb von Tokio liegt, dem eigentlichen Austragungsort der 33. Olympischen Sommerspiele.

Wellenreiten wird also zum ersten Mal einem gigantischen Publikum vorgestellt. Die besten 20 männlichen und weiblichen Surfer aus vielen verschiedenen Nationen werden um die begehrten Olympiamedaillen antreten. Obwohl Surfen den meisten Sportfans ohnehin ein Begriff ist, so rechnen wir aufgrund der Aufmerksamkeit mit einem Run auf Surfequipment.

Für Einsteiger gibt es dabei einige wenige Regeln zu beachten und auf die möchten wir dich in diesem Artikel aufmerksam machen. Wir sagen dir mit welchem Brett du am besten beginnst, was du sonst noch brauchst um auf dem Wasser deinen Spaß zu haben und geben dir erst einmal ein paar grundlegende Tipps an die Hand.

Surfequipment für Einsteiger

Tipp für Einsteiger

Egal wie prall gefüllt dein Portemonnaie ist, du solltest nicht direkt das ganze Surfequipment selbst kaufen. Wer weiß, vielleicht hast du überhaupt keine Lust auf Surfen und das teilweise lange Warten auf eine Welle macht dir keinen Spaß. Vielleicht gefällt dir das Gefühl auf dem Wasser nicht und du hast dir völlig umsonst teures Equipment angeschafft.

Daher ist unser Tipp für Einsteiger sich zunächst alles Nötige zu leihen. Entweder habt ihr einen Freund der euch aushelfen kann oder ihr geht in einen der vielen Surf-Shops entlang beliebter Strände. Bei der Wahl eures ersten Brettes spielt das Aussehen keine Rolle, die Länge allerdings schon. Uns ist schon klar das kürzere Bretter schicker aussehen und schließlich wird bei Olympia auch nur in der Kategorie Shortboard gefahren. Allerdings gilt die Faustregel: Umso länger ein Surfbrett, umso einfacher ist es damit umzugehen!

Die Wahl des richtigen Surfbrett

Euer erstes Brett sollte also in jedem Fall ein laaanges Surfbrett sein. Ihr denkt ein Brett sieht lang aus? Nehmt das eine Nummer größer! Es ist so viel einfacher damit zu surfen und es wäre schade, wenn ihr euch selbst die Lust an diesem tollen Sport nehmt indem ihr das falsche Brett wählt. Später, wenn ihr euch mit den Wellen angefreundet habt, könnt ihr immer noch umsteigen. Vielleicht ist jemand von euch bereits Ski gefahren. Dort gibt es ebenfalls Skier, die einem das Kurvenfahren erheblich vereinfachen und solche, bei denen es schwerer fällt. Das ist beim Wellenreiten genauso.

Euer erstes Surfbrett sollte mindestens 2,40m lang sein. Ja wirklich, noch besser wären 2,90m. Ein längeres Brett erlaubt euch die Wellen einfacher zu erfassen, es ist bequemer darauf zu warten und ihr werdet nicht so oft runter fallen…ihr werdet trotzdem oft runter fallen, das macht aber nichts. Einfach wieder rauf aufs Brett und weiter geht’s. Im übrigen, selbst das Aufsteigen ist bei einem langen Brett einfacher. Ihr seht also, für Einsteiger bietet ein langes Surfbrett viele Vorteile und ihr solltet darauf nicht verzichten.

Die Wahl der richtigen Kleidung

Wer schon mal live oder im Fernsehen Surfer gesehen hat, der wird zwangsweise auf die farbenfrohen Boardshorts gestoßen sein. Zu den bekanntesten Marken gehören Quiksilver, Rip Curl, Billabong, O’Neill und Hurley. Obwohl die Shorts auf den ersten Blick wie normale Badehosen aussehen, sind sie mehr als das und ihr solltet euch so eine zulegen. Wenn ihr am Surfen euren Spaß findet, werdet ihr noch viele weitere Boardshorts brauchen.

Boardshorts besitzen in der Regel, anders als Schwimmhosen, kein Innenfutter, allerdings gibt es Ausnahmen. Persönlich bevorzuge ich Shorts ohne, aber das ist jedem selbst überlassen. Es wird kein Metall verarbeitet, da es zu schnell rosten würde. Taschen sind daher meistens mit Klettverschluss sowie kleineren Löchern versehen, damit das Wasser ablaufen kann. Grundsätzlich ist das Material der Shorts aus Polyester oder Nylon. Dadurch ist die Hose leicht und trocknet schnell in der Sonne.

Die beliebtesten Marken verarbeiten ihre Boardshorts extrem sorgfältig, was sie komfortabel zu tragen und elastisch macht. Das ist nicht nur für Einsteiger die oft vom Board fallen wichtig, sondern wird auch später noch eine wichtige Rolle spielen. Selbst Profis plumpsen regelmäßig vom Board und Beine fliegen in alle Richtungen. Wenn ich aus dem Wasser auftauche, möchte ich dabei noch meine ganze Hose anhaben.
Was ist mit Neoprenanzügen

Was ist mit Neoprenanzügen?

Einige von euch mögen sich fragen, warum sie des öfteren Surfer in Neoprenanzügen gesehen haben. Nun ja, das liegt daran, dass ihr in kalten Gewässern geplantscht habt. Wenn das Wasser warm ist, oder zumindest nicht kalt, besteht kein Anlass für einen Neoprenanzug. Sollte das Wasser kalt sein und leider ist das an mehr Orten und Jahreszeiten als mir persönlich lieb ist der Fall, dann ist ein Neoprenanzug eine gute Idee.

Es besteht kein Grund den Harten zu markieren und sich auf dem Brett einen abzufrieren. Jeder der selber surft, wird das verstehen und obwohl sich die Szene gerne als cool darstellt, gilt das Verzichten auf einen Neoprenanzug nicht als cool, sondern einfach nur fahrlässig. Wer lange auf die richtige Welle wartet und dabei keine angenehmen äußeren Witterungsbedingungen vorfindet, sollte in jedem Fall einen Neoprenanzug tragen.

Allerdings sind die nicht billig und wieder einmal gilt, zu Beginn einfach einen ausleihen. Kaufen könnt ihr später immer noch.

Weiteres Surfequipment

Außer einem (langen) Brett und der richtigen Kleidung wird nicht mehr viel benötigt, um mit dem Surfen loszulegen. Einige Dinge gibt es aber schon noch zu beachten. Daher zum Abschluss noch ein paar Worte zu weiterem Surfequipment:

  • Surfbrett Leash/Leine: Diese wird dringend benötigt und verbindet das Brett mit eurem Bein. Nach einem Absturz müsst ihr nicht erst zum Brett schwimmen und seid schneller wieder aufgestiegen. Zudem dient es der Sicherheit. Die Wellen ziehen euch nicht runter und ihr habt bessere Kontrolle über euer Brett.
  • Wachs: Euer Brett sollte immer gut gewachst sein. Genau wie bei einem Ski oder Snowboard lässt es sich damit einfacher handhaben und das Surfen macht mehr Spaß. Wenn ihr gerade erst anfangt mit dem Surfen, fragt im Shop danach und lasst es euch vom Spezialisten wachsen. Leiht ihr euch das Brett von einem Freund, wird er oder sie sicherlich wissen, was zu tun ist.

In einem gut ausgestatteten Surf-Shop werdet ihr darüber hinaus noch auf viele weitere, teilweise nützliche, Accessoires stoßen. Doch keines davon ist Pflicht. Mit einem Brett, einer Boardshort (gegebenenfalls Neoprenanzug) und Leine sowie dem richtigen Wachs seid ihr bestens gerüstet für eure ersten Ausflüge aufs Wasser.

Wir hoffen euch hat diese kurze Einführung geholfen und wir wünschen euch viel Spaß und Erfolg beim Wellenreiten!